Brand im 7. Obergeschoss eines Wohnhauses auf der Berliner Höhe

Viersen. Beide im Gerätehaus Viersen-Süd stationierten Löschgruppen übten am Donnerstag, den 28.04.11 die Menschenrettung und die Brandbekämpfung  eines Brandes im 7. Obergeschoss eines Wohnhauses.

Übungsobjekt war das frisch sanierte „Hohe Haus“ auf der Berliner Höhe, direkt gegenüber dem gemeinsamen Gerätehaus der Löschgruppen Hoser und Helenabrunn der Freiwilligen Feuerwehr Viersen.

Trockensteigleitung eingesetzt

Zur Brandbekämpfung nutzt man in diesem Gebäude eine Trockensteigleitung. Hierbei handelt es sich um eine fest verlegte Rohrleitung im Gebäude, die im Normalfall kein Wasser führt. Außerhalb des Gebäudes muss die Leitung an ein Löschfahrzeug angebunden werden. Im Inneren des Gebäudes befindet sich in jedem Stockwerk ein Anschluss.

Brand im Maschinenraum

Als Übungslage wurde angenommen,  dass im Maschinenraum des Aufzugs ein Brand ausgebrochen war. Während des Brandausbruchs befanden sich drei Wartungsarbeiter im Raum, die nun vermisst wurden und durch die Feuerwehr gerettet werden mussten.

Übungsziele

Ziel der Übung war die Menschenrettung, die Inbetriebnahme der hauseigenen Trockensteigleitung sowie den für die Brandbekämpfung notwendigen Wasserdruck auch in den oben gelegenen Stockwerken sicherzustellen.

Zur Menschenrettung wurde ein 4 Mann Trupp (Angriffstrupp und Wassertrupp) im Innenangriff unter schwerem Atemschutz eingesetzt. Für die Einsatzkräfte war der Aufzug selbstverständlich verbotene Zone.

Menschenrettung geglückt

Als erste Aufgabe galt es die vermissten Personen zu Retten. Alle drei vermissten Personen konnten über das Treppenhaus gerettet werden. Um die Personen vor dem angenommen Rauch zu schützen, wurden Fluchthauben eingesetzt. Diese filtern die gefährlichen Brandgase aus der Atemluft, so dass die Personen sicher aus dem Haus geführt werden können.

Nach der Menschenrettung wurde ein Löschangriff vorgenommen. Die Trockensteigleitung wurde nun mit Wasser gefüllt und so konnte auf dem Dach des 25 Meter hohen Gebäudes  die Brandbekämpfung beginnen.

Viel zu tuen für die Feuerwehr

Ein dritter Angriffstrupp, der durch den Hintereingang ins Gebäude vordrang, musste seine Schlauchleitungen komplett, vom Erdgeschoss bis zum Dachbereich, selbst verlegen.  Um einen Wasserschaden zu vermeiden, wurde über diese Leitung kein Wasser geleitet.

Weitere Tätigkeiten der Feuerwehr bei der Übung waren die Bereitstellung einer ausreichenden Löschwasserversorgung durch Inbetriebnahme von zwei Unterflurhydranten, das Herstellen einer Anleiterbereitschaft mittels 3-teiliger Schiebleiter, die Ausleuchtung der Einsatzstelle, die Verkehrssicherung, Belüftungsmaßnahmen mittels Hochleistungslüfter und der Aufbau einer Erste Hilfe Station zur Erstversorgung der Verletzten.

Bei der Übung wurden 27 Einsatzkräfte mit drei Löschfahrzeugen eingesetzt. Die Übung wurde von Brandoberinspektor Manfred Woters  und der Viersener Aktien Bau vorbereitet.

Danke schön!

Ein herzliches Dankeschön an die Verantwortlichen der Viersener Aktien-Baugesellschaft AG (VAB) für die Bereitschaft, der Feuerwehr die Möglichkeit zu geben, in einem frisch sanierten Haus eine Übung durchführen zu können.

Manfred Woters steht vor dem Hochhaus
Übungsleiter Brandinspektor  Manfred Woters vor dem frisch sanierten  Übungsobjekt

Der Angriffstrupp startet gleich

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, gleich betritt der Angriffstrupp das Gebäude

Menschenrettung
Gerettete Person wird von einen Feuerwehrmann herausgetragen.

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